MITARBEITER DER WOCHE : Der Strahlenschutzexperte

Name



Winfried Brenner, 46

Beruf

Direktor der Klinik für Nuklearmedizin

der Charité



Alltag

„Radioaktive Strahlung“ – an der Klinik für Nuklearmedizin der Charité wird sie zum Wohl des Patienten eingesetzt: um Erkrankungen zu diagnostizieren und zu heilen. „Wir spritzen dem Patienten eine winzige Menge radioaktiver Substanz, die ihm nicht schadet“, sagt Winfried Brenner, der die Klinik seit 2009 leitet. Danach kann man mit einer Gamma-Kamera Stoffwechsel, Schilddrüse, Skelett, Nieren oder Herz untersuchen. Die Technik wird seit den vierziger Jahren eingesetzt, eine Alternative zum Röntgen. Seit dem Reaktorunglück von Fukushima ist Brenner vor allem auf dem Gebiet des Strahlenschutzes ein gefragter Mann. Auch Angehörige der deutschen Botschaft in Japan haben ihn angerufen und um Rat gefragt. In Vorträgen erklärt er, wie man mit Heimkehrern aus der verstrahlten Region umgehen soll. „Geht es jemandem akut schlecht, sollte er sofort behandelt werden. Liegen keine Beschwerden vor, kann er sich erst einmal in unserem Messzentrum untersuchen lassen.“ Rund 10 Reisende haben das bisher gemacht. Keiner wies eine erhöhte Strahlung auf. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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