MITARBEITER DER WOCHE : Der Therapeut, der im Dachgarten behandelt

Name



Rolf Mulac, 57

Beruf

Ergo-, Kunst- und Gestaltungstherapeut

Alltag

„Je schwerer die psychische Störung eines Menschen ist, desto weniger erreicht ihn das Wort“, sagt Rolf Mulac. Dann können Symbole oder auch selbst gemalte Bilder helfen. An der Wiegmann-Klinik, die seit 2004 zum DRK-Klinikum Westend gehört, behandelt Rolf Mulac Patienten mit Angsterkrankungen, Neurosen, Borderline-Syndrom und posttraumatischen Belastungsstörungen nach Unfällen. Zur Therapie gehört auch, dass sich jeder Patient eine Stunde in der Woche um die Pflanzen in dem 400 Quadratmeter großen Dachgarten der Klinik kümmert – unter seiner Anleitung. „Es geht darum, an natürlichen Prozessen zu partizipieren“, erklärt er. „Die Patienten sehen, dass ein Samenkorn nicht sofort wächst, dass es behütet und beschützt werden muss. Das unterstützt den Gesundungsprozess.“ Rolf Mulac stammt aus dem ländlichen Niedersachsen, seine Mutter war Bäuerin, er ist bis heute der Natur verbunden. Ab 1978 machte er an der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik eine Ausbildung zum Ergotherapeuten, seit 1983 arbeitet er für die Wiegmann-Klinik. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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