MITARBEITER DER WOCHE : Der Vorstand der Krebssportgemeinschaft

Name



Siegmund Josten, 56

Beruf

Psychoonkologe und Tanztherapeut

Alltag

„Sport hilft, den Zugang zum eigenen Körper zu finden“, sagt Sigmund Josten. Gerade für Krebskranke ist das wichtig. Josten weiß, wovon er spricht. Geboren in der Eifel, kam er einst nach Berlin, um dem Wehrdienst zu entgehen, studierte Ethnologie an der FU – und musste die akademische Karriere wegen seiner Krebserkrankung aufgeben. Seither bietet er Kurse in Tanztherapie und Einzelstunden an, in denen er Krebserkrankte psychotherapeutisch behandelt. 2000 gehörte er zu den Mitbegründern der Krebssportgemeinschaft Berlin e.V. (Tel. 61204204), die 60 Mitglieder hat und zum Landessportbund gehört. Unter der Aufsicht von Übungsleiterinnen – qualifizierte Physiotherapeutinnen, die selbst an Krebs erkrankt sind – können die Teilnehmer tanzen, Gymnastik machen, laufen und künftig auch paddeln und rudern. Der Wassersport wird auf der Spree in der Nähe der Rummelsburger Bucht stattfinden, wo Josten auch wohnt. Bei Not am Mann springt er selbst als Übungsleiter ein. In seiner Freizeit jongliert er gerne: „Was mir daran gefällt: Ich bekomme sofort eine Rückmeldung, ob ich mental bei der Sache bin oder nicht.“ Foto: Mike Wolff/Text: uba

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