MITARBEITER DER WOCHE : Die Arbeiterin, die Allergikerwurst verpackt

Name



Ilona Jahn-Berkholz, 51

Beruf

Kommissioniererin auf Gut Hesterberg

im brandenburgischen Lichtenberg

Alltag

Am Arbeitsplatz von Ilona Jahn-Berkholz herrscht strenge Hygiene. Denn hier in der Kühlkammer wird Wurst für Allergiker hergestellt. Und die zeichnet sich vor allem durch die Stoffe aus, die nicht darin enthalten sind. Spuren von Soja, Ei, Nüssen, Milchzucker, Sesam oder Gluten dürfen auf gar keinen Fall in die Wurst gelangen. Bei Allergikern lösen sie Durchfall, Bauchschmerzen, Ausschlag oder Atemnot aus. „Deshalb reinige ich die Maschinen nach der Produktion der normalen Wurst und ziehe für jede Sorte, die ich verpacke, neue Handschuhe an“, sagt Jahn-Berkholz. Sie macht hier Bierschinken, Bock-, Brat-, Jagd- und Teewurst für den Versand fertig – alles Sorten, die mit Medizinern von der Charité für Allergiker entwickelt wurden. „Ich bin froh, dass es so etwas gibt.“ Im Jahr 2003 wurde auch bei ihr eine Gluten-Unverträglichkeit festgestellt. Gluten ist ein Eiweiß, das bei Kontakt mit Wasser klebrig wird. Lebensmitteln wird es als Emulgator oder Träger von Aromastoffen beigemischt. „Jahrelang hatte ich Bauchschmerzen, bis die Allergie erkannt wurde.“ Wo die Wurst in Berlin erhältlich ist, ist unter www.guthesterberg.de aufgelistet.Foto: Mike Wolff/Text: dal

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