MITARBEITER DER WOCHE : Die Arztserien-Ausstatter

Name



Frank Guhn, 48, Thomas Blömker, 45

Beruf

Der Rettungssanitäter und der Lehrrettungsassistent bei der Berliner Feuerwehr haben den „Medical Movie Service“ gegründet. Seit 1999 stellen sie Heftpflaster, Hubschrauber, OP-Säle und echte Sanitäter für Filmaufnahmen zur Verfügung.

Alltag

In der Hitze der Scheinwerfer rollt Frank Guhn ein EKG-Gerät vorsichtig über ein Kamerakabel. Gerade wird im Studio des Filmzentrums Berlin, das in einem ehemaligen Krankenhaus residiert, eine Folge der Serie „GSG9“ gedreht. Dafür haben die Männer vom Medical Movie Service eine komplette „Intensivstation“ zur Verfügung gestellt. In ihrem Fundus im Auguste-Viktoria-Krankenhaus lagern allein 350 verschiedene Kittel, Hosen und Schuhe, Ultraschallgeräte, Medikamentenpackungen, Spritzen und Kanülen. Für die Wiederbelebung vor der Kamera hat Guhn extra einen Defibrillator präparieren lassen. „Wenn das Gerät funktionieren würde, wäre das viel zu gefährlich.“ Für den Ernstfall haben die beiden aber immer auch einen echten Defibrillator dabei. Denn neben den Kulissen, Placebos und Attrappen bieten die ausgebildeten Sanitäter auch echte Hilfe an. „Wir verarzten zum Beispiel Stuntmen.“ Im Moment zum Beispiel bei der Produktion des Films „Speed Racer“ in den Babelsberg-Studios, der 2008 in die Kinos kommt. Foto: Mike Wolff/ Text: dal

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