MITARBEITER DER WOCHE : Die Betreuerin für libysche Kriegsverletzte

Name



Soumeya Meraghni, 32

Beruf

Koordinatorin im internationalen Büro der Paul Gerhardt Diakonie

Alltag

Gaddafi ist gestürzt, aber das hat viele Opfer gekostet. Und deshalb hatte Soumeya Meraghni in den vergangenen Monaten alle Hände voll zu tun. Als Leiterin der arabischen Abteilung im internationalen Büro der Paul Gerhardt Diakonie ist sie zuständig für die Aufnahme und Betreuung von Kriegsverletzten, die aus dem ganzen arabischen Raum kommen, in jüngster Zeit aber vor allem aus Libyen. „Ich stehe in Kontakt mit einem Komitee der Übergangsregierung“, erzählt sie, „außerdem kümmere ich mich um Visa, führe medizinische Erstgespräche, finde die richtigen Ärzte für die jeweilige Verletzung – etwa Verbrennungen oder Schussverletzungen – und organisiere besondere Speisen“. Soumeya Meraghni, geboren in Algerien, lebt seit zehn Jahren in Berlin. Eigentlich hat sie eine geisteswissenschaftliche Ausbildung: Sie hat an der Humboldt-Universität Germanistik und Romanistik studiert. Als Dolmetscherin kam sie zur Paul Gerhard Diakonie, inzwischen konnte sie schon über 170 Patienten helfen, die in allen Häusern des Verbundes, etwa im Martin-Luther-Krankenhaus, behandelt werden.Foto: Mike Wolff/Text: uba

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