MITARBEITER DER WOCHE : Die Demenzlotsin

Name



Regina Noack, 64

Beruf

Ehrenamtliche Beraterin bei Demenz

Alltag

Wenn die Mutter oder der Vater an Demenz erkranken, stellen sich für die Angehörigen neben den psychischen auch organisatorische Probleme: Welche Pflegestufe? Wie verhalte ich mich beim Medizinischen Dienst der Krankenkassen? Regina Noack kann solche Fragen beantworten. Sie ist eine von sechs Demenzlotsen im Bezirk Spandau, ihre Arbeit wird von der Kontaktstelle PflegeEngagement getragen (Tel. 93 62 23 80, demenzlotsen-spandau@casa-ev.de). „Ich informiere am Telefon, aber auch im Bus oder Supermarkt, wenn ich sehe, dass jemand Hilfe braucht“, erzählt sie. Als sie den ersten Schock über die Demenz ihrer eigenen Mutter überwunden hatte, wollte sie sich engagieren: „Ich bin neugierig. Wenn ich etwas nicht verstehe, bohre ich so lange, bis ich es verstehe.“ Der Bezirk würde besonders bei Demenz vorbildlich handeln, hier wurde das Demenznetz installiert, in dem verschiedene Träger zusammenarbeiten, auch die Demenzlotsen gibt es nur hier. Kürzlich hat der Bezirksbürgermeister in der Pro Seniore Residenz An der Havelspitze den „Baum der Erinnerung“ eingeweiht. Angehörige können mit den Erkrankten kleine Gegenstände an den Baum hängen, die ihnen wichtig waren – etwa den Lieblingslöffel. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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