Mitarbeiter der Woche : Die Haaranalystin

Name


Martina Schulte, 48

Beruf
Medizinisch-technische Assistentin am Haarkompetenzzentrum der Charité.

Alltag
Wenn plötzlich dicke Büschel in der Bürste hängen oder das Kopfhaar schleichend dünner wird, macht das Männern wie Frauen Angst. Hormonstörungen, Veranlagung oder Mangelernährung sind nur einige Ursachen für Haarausfall. Danach fahndet Martina Schulte im Haarlabor der Charité. Mit Hightech-Geräten nimmt sie die Haare der Patienten unter die Lupe. Das „Trichoscan“ vergleicht die Dichte an Scheitel und Hinterkopf. „Ist die Haardichte am Scheitel geringer, spricht das für anlagebedingten Haarausfall“, sagt Schulte.
Unterm Mikroskop lässt sich die Wachstumsphase der Haare erkennen. „Sind sie schlecht versorgt, sehen sie aus wie kleine Geister.“ Wie und wo sie abbrechen, zeigt sich, wenn Schulte die Haare auf einem Objektträger einbettet. Oft werden sie zum Beispiel „abgedreht“, weil sich jemand unbewusst immer wieder eine Strähne durch die Finger zwirbelt. Im Forschungslabor arbeitet Schulte an Studien zu neuen Medikamenten gegen anlagebedingten Haarausfall. „Gerade die Kombination aus Forschung und der Betreuung von Patienten macht mir sehr viel Spaß“, sagt die Berlinerin.

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