MITARBEITER DER WOCHE : Die Hebamme aus dem Geburtshaus

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Name

Anne Flade, 34

Beruf

Freiberufliche Hebamme

Alltag

Schon die biblische Geburt von Jesus fand nicht in einem Krankenhaus statt. „Geburt hat ja nichts mit Krankheit zu tun“, sagt Anne Flade, eine der zehn Hebammen, die im Geburtshaus Maja in Prenzlauer Berg tätig sind. 1992 war Maja das erste Geburtshaus im Ostteil der Stadt. Inzwischen sind dort 3500 Kinder zur Welt gekommen. Zwei Geburtsräume, ein Beratungszimmer und ein Kursraum stehen in der Paul-Robeson-Straße zur Verfügung (www.geburtshaus-maja.de). Anne Flade unterstützt und untersucht eine werdende Mutter spätestens acht Wochen vor der Geburt. Schon einige Stunden nach der Niederkunft können Mutter und Kind nach Hause gehen. Anne Flade kümmert sich in den nächsten zehn Tagen intensiv um sie und bietet auch Kurse an, etwa für Beckenbodentraining. Nach rund sechs Wochen ist die Betreuung abgeschlossen. „Die Geburt“, sagt Anne Flade, „wurde bei uns technisiert.“ Geburtshäuser setzen den negativen, störenden Einflüssen der Klinik – Stress, Licht, Lautstärke, unbekanntes Personal – Ruhe, Entspannung und Selbstbestimmtheit entgegen. Und sind dabei deutlich komfortabler als ein Stall. Foto: Mike Wolf/Text: uba

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