Mitarbeiter der Woche : Die Hypnosezahnärztin

Ein Besuch beim Zahnarzt ist für die meisten Patienten immer noch so angstbesetzt wie kaum etwas anderes. Elisabeth von Mezynski hat den Beruf schon zehn Jahre ausgeübt, als sie feststellte, dass es so nicht weitergehen konnte.

Mezynski
Elisabeth von Mezynski -Foto: Mike Wolff

„War der Patient gestresst, war ich es auch“, sagt Zahnärztin Elisabeth von Mezynski (51). „Durch die körperliche Nähe übertragen sich Emotionen und Ängste stärker.“ Also machte sie eine Zusatzausbildung und gehört jetzt zu den rund 40 Zahnärzten in Berlin, die unter Hypnose behandeln und operieren. Durch eine Sprache, die sich ans Unterbewusstsein richtet, wird der Patient in einen tranceartigen Zustand versetzt, in dem er nicht mehr mit Worten, sondern nur noch mit Gesten wie Handheben Zustimmung signalisiert. Dann macht Elisabeth von Mezynski in ihrer Zehlendorfer Praxis (Tel. 8138106) alles, was andere Zahnärzte auch machen, also Zahnstein entfernen, Füllungen legen oder Implantate einsetzten. Manchmal kommt zusätzlich ein Betäubungsmittel zum Einsatz. „Ich habe Patienten, die 20 Jahre nicht zum Zahnarzt gegangen sind, jetzt aber einen Weg für sich gefunden haben.“ Auch ihr eigenes Leben hätte die neue Behandlungstechnik grundlegend verändert. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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