MITARBEITER DER WOCHE : Die Krebsforscherin, die einen Preis bekam

Name



Sandrine Sander, 36

Beruf

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Max-Delbrück-Centrum in Berlin-Buch

Alltag

Mit dem Curt-Meyer-Gedächtnispreis fördert die Berliner Krebsgesellschaft Forschung, die klinisch anwendbar ist. Vor Kurzem hat Sandrine Sander vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Buch den Preis erhalten. Sie identifizierte ein Schlüsselelement, das an der Entstehung des Burkitt-Lymphoms beteiligt ist: das Enzym PI3K. Das Burkitt-Lymphom ist ein bösartiger Tumor, der häufig bei Kindern auftritt. „Ein Element war der Forschung bekannt“, erklärt Sandrine Sander, „aber es war klar, dass es noch einen weiteren Faktor geben musste.“ Mit den Ergebnissen lassen sich neue Therapiekonzepte entwickeln. „Vor allem wissen wir jetzt, dass bereits bekannte Medikamente, die bei Karzinomen eingesetzt werden, auch hier anwendbar sind“, sagt sie. Ihr französisch klingender Vorname könnte übrigens kein Zufall sein: Sie ist in einem saarländischen Dorf 300 Meter von der französischen Grenze entfernt aufgewachsen, hat in Ulm studiert und zweimal promoviert. In einer Arbeitsgruppe in Boston knüpfte sie Kontakt zu ihrem heutigen Chef, dem sie 2012 nach Berlin ans Max-Delbrück-Centrum folgte. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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