MITARBEITER DER WOCHE : Die Leiterin der Amputierten-Initiative

243708_3_xio-fcmsimage-20081207161349-006001-493be82d34b57.heprodimagesfotos87120081208mdwbeinab.jpeg

Name:

Dagmar Gail, 65

Beruf:

Gründerin und Vorsitzende der

Amputierten-Initiative in Berlin

Alltag:

Jedes Jahr wird in Deutschland Tausenden von Menschen ein Bein amputiert. Bei den meisten ist die Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) die Ursache. Viele leiden zusätzlich an Diabetes mellitus. Bei PAVK verstopfen Ablagerungen aus Fett und Kalk die Arterien. Wenn die Beine schmerzen und kribbeln, bleiben Betroffene manchmal einfach einen Moment stehen. Im Volksmund spricht man deshalb von der „Schaufensterkrankheit“. „Wer solche Symptome hat, sollte sofort zum Angiologen oder in ein Gefäßzentrum gehen“, sagt Dagmar Gail. Oft werde die Gefäßkrankheit zu spät erkannt. Sie selbst erkrankte vor mehr als 20 Jahren und gründete 1991 die bundesweite Initiative für Gefäßkranke und Amputierte mit Sitz in Berlin. „Viele Amputationen könnten verhindert werden. Es fehlt an Informationen", sagt sie. „In der ersten Phase merkt man gar nichts.“ Hilfe gibt es auch in der Beratungsstelle des Vereins. Dort betreut Dagmar Gail etwa 30 Patienten am Tag. Das ist viel Arbeit. „Wenn ich Menschen vor der Amputation bewahren kann, ist das mein Honorar“, sagt sie. Infos: Tel. 803 26 75 und www.amputierten-

initiative.de Foto: Mike Wolff/ Text: jro

0 Kommentare

Neuester Kommentar