MITARBEITER DER WOCHE : Die Tabakentwöhnerin

Name



Isabelle Azoulay, 51

Beruf

Soziologin, Mediatorin und Leiterin von Kursen nach dem „Rauchfrei“-Programm

Alltag

„Rauchen ist verwoben mit dem Alltag, es durchtaktet ihn in Form von Ritualen“, sagt Isabelle Azoulay. Deshalb haben ihre Kurse zur Tabakentwöhnung einen psychologischen Ansatz. „Wir analysieren und zerlegen den Alltag und die Gewohnheiten der Teilnehmer. Dabei sind wir sehr transparent und geerdet, völlig quallos. Vor allem der Gruppenfaktor ist segensreich.“ Rauchen ist ein Appetitzügler, Aufgeben mit Gewichtszunahme verbunden, deshalb ist auch richtige Ernährung Thema in den Kursen. Entwickelt wurde das Programm „Rauchfrei“ 2007 im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, es wird ständig evaluiert und weiterentwickelt. Azoulay, einst selbst Raucherin, hat daran teilgenommen – und bietet das Programm jetzt, nach nach einer Schulung, selbst an (www.isabelleazoulay.de, Tel. 88 68 10 91). Aufgewachsen in Frankreich, hat sie in Frankfurt am Main Soziologie mit Schwerpunkt Sexualwissenschaften und Schmerzforschung studiert und mehrere Bücher publiziert. In Berlin lebt sie seit 13 Jahren, sie arbeitet als Familienmediatorin. Die „Rauchfrei“-Kurse (sechs Sitzungen) in ihrer Praxis in Charlottenburg kosten 220 Euro, ein Drittel erstatten die Krankenkassen. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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