MITARBEITER DER WOCHE : Medikamentenberaterin für schwangere Frauen

Name



Cornelia Borisch, 39

Beruf

Fachärztin für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

Alltag

Wenn Frauen regelmäßig Medikamente nehmen müssen und dann schwanger werden, stellt sich eine wichtige Frage: Wie schädlich sind Psychopharmaka, Antirheumatika, Antiallergika oder andere Arzneimittel fürs ungeborene Kind? „Beim Neugeborenen kann es unter Umständen zu Fehlbildungen oder neurologischen Störungen kommen“, erklärt Cornelia Borisch. Die Gynäkologin gehört zum rund 15-köpfigen Team des Berliner Zentrums für Embryonaltoxikologie. Schwangere Frauen, aber auch Ärzte, Apotheker oder Hebammen können unter der Telefonnummer 30 30 81 11 anrufen und sich über Medikamente informieren. Rund 80 Anrufer fragen täglich nach – aus dem ganzen Bundesgebiet. „Wir raten meist nicht generell von einer Medikamentenbehandlung ab“, erzählt Cornelia Borisch, „sondern klären auf, welche Möglichkeiten zur Optimierung es gibt oder ob Alternativen bestehen.“ Die gebürtige Magdeburgerin hat in Berlin Medizin studiert und arbeitet seit 2007 für das Zentrum, das seit 2012 zur Charité gehört. Es betreibt die Webseite www.embryotox.de, auf der Informationen zu den 420 wichtigsten Arzneimittelwirkstoffen gelistet sind. Unsicherheiten können auch über einen Online-Fragebogen geklärt werden. Foto: Mike Wolff/Text: uba

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