Mitarbeiter : Die Leiterin des Darmkrebs-Netzwerks

Christine Sers ist Privatdozentin für medizinische Molekulariologie an der Charité und Leiterin des Netzwerks "Colonet".

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Foto: Mike Wolff

Name

Christine Sers, 46

Beruf

Privatdozentin für medizinische Molekularbiologie an der Charité und Leiterin des Netzwerks „ColoNET“

Alltag

Genau kann man nie wissen, wie eine Therapie verlaufen wird. Bei Darmkrebs können Mediziner die Erfolge heute schon vergleichsweise gut vorhersagen. Um die Genauigkeit in diesem Bereich noch weiter zu verbessern, hat Christine Sers im April das Netzwerk „ColoNET“ gegründet. Es besteht aus bundesweit 16 Arbeitsgruppen, davon sieben in Berlin, in denen Pathologen, Molekularbiologen, Mathematiker und Biophysiker fachübergreifend arbeiten. Mit deren Forschungsergebnissen soll in den nächsten drei Jahren ein Computermodell entwickelt werden, das die Informationsabläufe innerhalb einer Zelle simuliert. Es bleibt Theorie, hundertprozentig kann man einen Therapieverlauf damit natürlich immer noch nicht vorhersagen. „Aber wir können sehen, welche Folgen ein Eingriff hat, ohne jedes Mal ein Experiment vollkommen neu aufbauen zu müssen“, so Christine Sers. Vom Bundesministerium für Bildung und Forschung hat das Netzwerk im Rahmen des Programms „Medizinische Systembiologie“ gerade erst eine Förderung von 3,5 Millionen Euro erhalten. uba

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