Gesundheit : Müllabfuhr für das Gehirn

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Als Alois Alzheimer das Gehirn seiner Patientin Auguste D. untersuchte, fielen ihm die hirsekorngroßen Herde auf, die sich in ihrem Hirn angesammelt hatten. Heute weiß man, dass es sich bei diesem „molekularen Müll“ um ein besonders hartnäckiges Eiweiß handelt: Amyloid. Es lagert sich in und an den Nervenzellen und zerstört sie. Forscher haben jetzt ein Mittel gefunden, das das hartnäckige Amyloid ein Stück lösbarer macht, wie sie im Fachblatt „Nature" berichten.

Der Wirkstoff, den Mark Pepys vom University College London gemeinsam mit seinem Team entwickelte, greift nicht die Amyloid-Ablagerungen direkt an. Er schafft es aber, eine Substanz ns SAP (Serum-Amyloid-P) im Körper zu entfernen. SAP zirkuliert im Blut, bindet sich an die Amyloid-Ablagerungen und macht das Amyloid dadurch unlösbar. Das Mittel klebt Paare von SAP-Molekülen zusammen - dieser Klumpen wird dann von der Leber zerstört und entfernt. Studien an Alzheimer-Patienten sollen nun beginnen. bas

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