Gesundheit : Nach der Euphorie

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Heroin (Diacetylmorphin) wurde 1874 als Medikament gegen die Abhängigkeit von Morphium entdeckt. Morphium wurde als Schmerzmittel verwendet, vor allem für Soldaten im Krieg. Diacetylmorphin wird durch Enzyme in Monoacetylmorphin und weiter in Morphin gespalten. Heroin ist im Vergleich mit Morphin fettlöslicher und verteilt sich anders in Körper: Während beim Spritzen von Morphin in die Vene nur 20 bis 30 Prozent der Substanz im Gehirn ankommen, gelangen fast hundert Prozent des intravenös injizierten Heroins ins Gehirn und erreichen dort schnell hohe Konzentrationen. So entsteht der „rush“, die oft schon beim Spritzen einsetzende euphorisierende Wirkung, die meist mit einem Wärmegefühl einhergeht. Das langjährige Spritzen von Opiaten ist verbunden mit Gefäßkrankheiten und mangels Hygiene außerhalb von Hilfsprogrammen mit erhöhtem Risiko für HIV-, Hepatitis- und andere Infektionen. In der Schweiz versucht man deshalb, Süchtige vom Spritzen umzustellen auf Herointabletten oder Heroinrauchen. nsi

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