Gesundheit : Nachrichten

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Was wir in Deutschland brauchen ist ein grundsätzlicher Mentalitätswechsel weg von der Forschungsfeigheit hin zu einer forschungsfreundlichen Politik. Wer immer nur die Risiken sieht, verpasst auch alle Chancen. Das forschungsfeindliche Gentechnikgesetz der Grünen werden wir wieder aufheben.

Wer wie Rot-Grün die Bio- und Gentechnologie praktisch außer Landes treibt, verhindert nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern verzögert auch Fortschritte bei der Entwicklung schädlingsresistenter Pflanzen oder vitaminreicher Nahrungsmittel. Die Nutzung der grünen Gentechnologie ist nicht nur ein für Deutschland wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern hat eine weltweite moralische Bedeutung für den Kampf gegen Hunger.

Viel zu viele deutsche Forscher wandern ins Ausland ab und nehmen Wirtschaftswachstum mit. Wir müssen durch wissenschaftsfreundlichere Rahmenbedingungen den Anreiz für Forscher schaffen, in Deutschland zu bleiben und besser noch hierher zu kommen. Dazu braucht man nicht einmal Geld, sondern nur einen Politikwechsel weg von der reinen Risikofixierung hin zu einem unvoreingenommenen Blick auf die Chancen.

Es ist falsch, dass man ungeborenes Leben in Deutschland im allerfrühesten Stadium nicht auf schwerste Erkrankungen untersuchen darf. Es gibt eine Ethik des Heilens, die es geradezu gebietet, Erbkrankheiten besser zu erforschen.

Dieselben, die das Forschungsverbot an Stammzellen in Deutschland befürworten, werden eines Tages die ausländische Stammzellforschung selbstverständlich in Anspruch nehmen, wenn sie es für sich oder ihre Angehörigen brauchen sollten. Ich halte es für besser, eine von einer öffentlichen Diskussion begleitete und damit kontrollierbare Stammzellforschung in Deutschland zu haben als einer Doppelmoral zu huldigen.

Wo es für die Aufklärung von Verbrechen zweckdienlich ist, werden DNS-Tests bereits jetzt mit Erfolg eingesetzt. Ich bin aber dagegen, mit einer unbefristeten DNS-Erfassung auf Vorrat grundsätzlich alle Bürger unter Generalverdacht zu stellen. Da ist die kriminelle Missbrauchsgefahr größer als der kriminologische Nutzen.

Wenn George Orwell sein Buch „1984“ heute verfassen würde, wäre der Große Bruder vermutlich weniger eine staatliche Behörde als ein globaler Konzern. Dass eine Kaffeetasse, die jemand beim Bewerbungsgespräch benutzt, anschließend gentechnisch ausgewertet wird, um das Erkrankungsrisiko in den Folgejahren abzuschätzen, gehört für mich klar untersagt – um nur ein Beispiel zu nennen.

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