Gesundheit : Nervenzellen aus Knochenmark

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Stammzellen des Knochenmarks können sich in Hirnzellen entwickeln. Das berichten Wissenschaftler des Jefferson Medical College in Philadelphia. Die Zellen könnten deshalb für die Therapie neurodegenerativer Erkrankungen eigesetzt werden, wie beispielsweise Parkinson. "Das Ziel ist es, Stammzellen zu finden, die sich in Zellen entwickeln können, die den Botenstoff Dopamin benutzen und die Zellen ersetzen, die bei Parkinson verloren gehen", sagt die Entwicklungsbiologin und Leiterin der Studie, Lorraine Iacovitti.

Normalerweise entwickeln sich Stammzellen des Knochenmarks etwa in Blut- oder Knochenzellen, nicht aber in Hirnzellen. In Zellkulturen mit geeigneten Wachstumsfaktoren ist es offenbar möglich, sie auch in Nervenzellen differenzieren zu lassen. Nach einigen Experimenten fanden die Forscher einen Cocktail von Substanzen, in denen sich die Knochenmarkzellen schon nach einer Stunde zu Nervenzellen entwickeln. "Der große Vorteil dieser Zellen ist, dass jeder sein eigener Spender sein kann - ohne Abstoßungsgefahr", sagt Iacovitti.

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