Gesundheit : Netzwerk für neue Ideen

Bundeskanzler stellt Innovationsprojekte vor

-

Ein kalter Wind zieht über das Berliner Forschungsgelände Adlershof. Aber drinnen geht es heiß her. Hier, in der Synchrotronstrahlungsquelle „Bessy II“ werden Elektronen auf 50 Millionen Elektronenvolt beschleunigt – eine Innovation, die sich nicht nur für die Grundlagenforschung, sondern auch für Industrieanwendungen vielfältig nutzen lässt. Der rechte Ort also für den vierten Innovationsgipfel, zu dem sich Bundeskanzler Gerhard Schröder zusammen mit Spitzenvertretern aus der Wirtschaft am gestrigen Montag traf. Im Rahmen der Initiative „Partner für Innovation“ präsentierten sie neue Konzepte, die den Standort Deutschland international voranbringen sollen.

Beispiel Energie. Utz Claassen, Chef des Energiekonzerns EnBW, stellte das Projekt „energieeffiziente Schule“ vor. 18000 Schulgebäude gibt es in Deutschland, deren Energieverbrauch sich drastisch senken ließe – bis zu 80 Prozent. „Wir wollen mit einigen Modellschulen beginnen“, sagte Claassen. Ein weiterer Vorteil des Projekts: Schüler sollen den Prozess der Umstrukturierung als Teil des Lehrplans miterleben und so für einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie sensibilisiert werden. Eine Realisierung würde außerdem „25000 Arbeitsplätze schaffen“, so Claassens Schätzung. In einem anderen Vorhaben soll eine „intelligente Steckdose“ entwickelt werden, die erkennt, wann Strom besonders günstig ist. Wiederum andere Projekte kommen aus dem Bereich der Kommunikation und Medizin.

Der Bundeskanzler gab sich optimistisch: Seine Initiative „Partner für Innovation“ habe mit 20 Männern und Frauen begonnen und sich in wenigen Monaten zu einem Netzwerk mit 200 Firmen, Verbänden und Wissenschaftsinstituten entwickelt. Das neue Gentechnik-Gesetz indes, das nach Ansicht vieler Forscher Innovationen in Deutschland eher hemmt als fördert, kam, wie der Kanzler sagte, auf diesem Gipfel nicht zur Sprache. bas

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben