Gesundheit : Neuer Ansatz bei Multipler Sklerose?

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Genetisch veränderte Zellen des Knochenmarks lassen auf Fortschritte bei der Therapie der Krankheit Multiple Sklerose (MS) hoffen. Zu diesem Schluss kommt ein Team um Kazuya Takahashi (Universität Bonn) nach Versuchen mit Mäusen. Wie die Forscher jetzt in der Fachzeitschrift „PLoS Medicine“ (Band 24) berichten, veränderten sie die Vorläufer bestimmter Zellen, Mikrogliazellen, genetisch. Daraufhin wurde ein Eiweiß namens TREM2 produziert. Dieses Eiweiß wird normalerweise von Zellen gebildet wird, die für die Immunabwehr im Nervensystem zuständig sind. In Mäusen mit einer MS-ähnlichen Krankheit bewirkten die gentechisch veränderten Vorläuferzellen eine deutliche Abschwächung der Krankheitssymptome.

Ob die neuen Erkenntnisse auch zur Therapie von Multipler Sklerose beim Menschen eingesetzt werden können, ist allerdings noch unklar. Patienten mit MS leiden an Entzündungen im Gehirn und im Rückenmark. Dabei greifen die körpereigenen Abwehrzellen die Isolierschicht der Nervenfasern an.ddp

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