Gesundheit : Neuer Skandal um Klonforscher in Südkorea

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Eine vor zwei Wochen von südkoreanischen Forschern vorgestellte Studie über erstmals geklonte Wölfe könnte der Seouler Nationaluniversität (SNU) zufolge gezielt manipuliert worden sein. Eine Untersuchung sei eingeleitet worden, teilte die Universität am Montag mit. Das Team um den Tiermediziner Lee Byeong Chun stehe im Verdacht, eine höhere Erfolgsquote angegeben zu haben, als bei dem Experiment tatsächlich erzielt worden sei. Auch könnten die Ergebnisse falsche Informationen über die vorgenommene DNA-Analyse an den Wölfen enthalten.

Lee war Mitglied des Teams um den später als Fälscher entlarvten Klonexperten Hwang Woo Suk, der im August 2005 mit „Snuppy“ den ersten Klonhund vorgestellt hatte. Während zwei Studien Hwangs zu embryonalen Stammzellen als Fälschung entlarvt wurden, hatte sich „Snuppy“ tatsächlich als Klon erwiesen. Hwang wurde später aus dem Hochschuldienst entlassen. Lee räumte ein, dass falsche Zahlen in der Studie veröffentlicht wurden. Dies sei jedoch nicht mit Absicht geschehen. „Es war ein simpler Rechenfehler“, wurde Lee von der Zeitung „The Korea Herald“ zitiert. Er sei sich der Empfindsamkeit der Menschen und der Medien bei Fehlern in solchen Forschungsstudien bewusst. dpa

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