Gesundheit : Neues Leben aus dem Labor

Projekt von Genompionier Venter

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USWissenschaftler haben angekündigt, eine neue Form von Leben schaffen zu wollen. Beteiligt an dem Projekt sind Craig Venter, der als Chef des Unternehmens Celera Genomics das menschliche Genom zu weiten entzifferte, und der Medizin-Nobelpreisträger Hamilton Smith. Das US-Energieministerium unterstützt das Vorhaben mit drei Millionen Dollar. Hauptziel ist es, herauszufinden, wie viele und welche Gene für Leben notwendig sind. Die Wissenschaftler gehen wie folgt vor: Sie nehmen einen Einzeller namens „Mycoplasma genitalium“, das als einfachster Mikroorganismus gilt. Dieser Einzeller lebt im Genitaltrakt von Menschen und hat 517 Gene. Zum Vergleich: Der Mensch besitzt rund 35000 Gene.

Die Forscher wollen nun Stück für Stück Gene aus dem Organismus entfernen, um herauszufinden, welche genetische Minimalausstattung ein Organismus braucht, um zu überleben. Vor einigen Jahren hat bereits der Biologe Clyde Hutchinson von der Universität von North Carolina herausgefunden, dass der Organismus mit 265 Genen noch überleben kann. Venter will darüber hinaus die Mikrobe gezielt mit neuen Eigenschaften ausstatten, etwa der Fähigkeit, Kohlendioxid abzubauen. Prinzipiell könnte man so auch eine Biowaffe herstellen – Venter und Smith aber versichern, dass sie auch die Gene löschen, die es dem Organismus ermöglichen, sich an menschliche Zellen zu heften und in unwirtlicher Umwelt zu überleben. bas

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