Gesundheit : Nicht viel Hoffnung zum Semesterstart

CHRISTIANE HABERMALZ

Feierliche Immatrikulationsfeier an der Humboldt-Uni / Sächsischer Wissenschaftsminister sprichtVON CHRISTIANE HABERMALZDer Beginn des Studiums ist ein großer Tag im Leben.Doch so rechte Uni-Start-Begeisterung wollte bei den Erstsemestern, die der Einladung ihrer neuen Alma Mater zur Feierlichen Immatrikulation im Audimax der Humboldt-Universität nachgekommen waren, nicht aufkommen.In den Grußworten war viel die Rede von Hochschulreform und von Umstrukturierungen, vom Ende des Humboldtschen Weges und vom Engagement, das von ihnen, den Studierenden, in der Uni und für die Berufsfindung erwartet wird.RefRats-Angehörige Nora Juran ließ sich gar im Leichentuch auf das Rednerpodium tragen und erklärte den staunenden Erstsemestern angesichts der vielen Übel, die in Gestalt von Sparauflagen, Unsicherheit und Studiengebühren auf sie zukommen würden, ihr Beileid."Unsicherheit wird euer Studium begleiten", erklärte Juran düster-prophetisch, "aber da ihr nunmal eingeschrieben seid, macht was draus." Das Publikum klatschte höflich. Auch Senator Radunski hatte den Neuen nicht viel Aufmunterndes zu sagen.Die Hochschulen stünden mitten in der Umstrukturierung, und die Einsparungen würden wahrscheinlich auch die Studienanfänger treffen.In seiner Doppelfunktion als Kultur- und Wissenschaftssenator ermutigte er dazu, das reichhaltige Kulturangebot der Stadt zu nutzen und lud die Erstsemester zu einem unbestimmten Termin dazu ein, mit ihm über die Situation an den Hochschulen zu sprechen."Ihre Generation hat die Aufgabe, den gesellschaftlichen Stillstand zu überwinden", erklärte Radunskis den Neuen.Die Studenten sollten die Uni als Laboratorium der Kreativität und Erneuerung auffassen.

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