Gesundheit : Niedersachsen verschiebt Studiengebühren

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Niedersachsen will offenbar die Einführhung von Studiengebühren um ein Jahr verschieben. Statt wie geplant im nächsten Jahr will das Land erst ab dem Sommersemester 2007 Gebühren von allen Studenten kassieren. Erstsemester sollen bereits ab dem Wintersemester 2006/2007 zahlen. Das hat laut der Nachrichtenagentur dpa der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) im Landtag angekündigt. Stratmann legte auch ein Modell für die KreditFinanzierung der Gebühren vor. Das niedersächsische Wissenschaftsministerium sah sich am Donnerstag nicht in der Lage, die Pläne zu präzisieren.

Baden-Württemberg und NordrheinWestfalen hatten vor kurzem als erste unionsgeführte Bundesländer detaillierte Gebührenpläne vorgelegt. Studenten sollen dort pro Semester 500 Euro zahlen. Wer das Geld nicht aufbringen kann, muss zu Beginn des Studiums einen Kredit der Landesbank aufnehmen. Eine Berechnung im Auftrag des Tagesspiegels ergab, dass bei diesen Krediten Studenten inklusive Zinsen und Zinseszinsen insgesamt mehr als doppelt so viel zahlen müssten als die Kommilitonen, die die Gebühren sofort entrichten. Es ist zu erwarten, dass die Pläne Niedersachsens ähnlich aussehen.

Achim Meyer auf der Heyde, der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes, warnte unterdessen davor, die staatliche Studienfinanzierung zugunsten von Studienkrediten auszuhölen. Stattdessen müsse das Bafög ausgebaut werden. tiw

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