Gesundheit : Nobelpreis: Bald Displays in ungeahnter Größe - Die Chemie-Preisträger

Hideki Shirakawa (64) ist ein Beispiel dafür, dass auch große Wissenschaftler manchmal ein Quäntchen Glück brauchen: Durch Zufall machte er eine bahnbrechende Entdeckung, die demnächst wohl bis zu preiswerten Großbildschirmen, ja bis zu leuchtenden Tapeten führen wird. Der Chemie-Nobelpreisträger 2000 arbeitet als Professor für Chemie am Institut für Materialforschung der Universität Tsukuba.

In Tokio geboren, promovierte Shirakawa am Institute of Technology seiner Heimatstadt. Bereits 1966 nahm er die Lehre am Institut für Materialwissenschaft in dem nordöstliche von Tokio gelegenen Wissenschaftszentrum Tsukuba auf, wo er 1982 ordentlicher Professor wurde. Als Mitglied einer Forschergruppe an der Universität Pennsylvania trug er weiter zu Erkenntnissen über Kunststoffe bei. Nach Kenichi Fukui im Jahr 1981 ist Shirakawa nun der zweite Japaner, der den Nobelpreis für Chemie erhält.

Alan Heeger, der zweite Preisträger dieses Jahres, wurde 1936 geboren und promovierte an der Universität von Kalifornien in Berkeley in Physik. 1962 wurde er Professor an der Universität von Pennsylvania. Seit 1982 ist er an der Universität von Kalifornien in Santa Barbara und dort Direktor des Institutes für Polymere und organische Festkörper. 1990 gründete Heeger die Firma Uniax, deren Vorstandsvorsitzender er ist. Der Forscher hält mehr als 40 Patente und hat im Laufe seiner Karriere zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Mit seiner Frau Ruthann hat der Chemiker zwei Söhne. Seine weitere Leidenschaft gehört einem mehrere Jahrzehnte alten Mercedes- Benz-Cabrio.

Amerikaner wie Heeger ist auch der 1927 geborene Alan MacDiarmid. Er wuchs in Neuseeland auf und promovierte an der Universität von Wisconsin 1953 und an der Universität von Cambridge (Großbritannien). 1963 wurde MacDiarmid Professor an der Universität von Pennsylvania. Seit 1988 ist er Blanchard-Professor für Chemie an dieser Universität.

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