Gesundheit : Ökologische Vorteile beim Bio-Landbau

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Über den gesundheitlichen Nutzen von Bio-Produkten darf man dieser Tage durchaus geteilter Meinung sein. Immerhin aber hat die biologische Landwirtschaft – bei bestimmungsgemäßem Gebrauch – ökologische Vorteile. Das ist das Resultat eines Schweizer Langzeitversuchs. Er ist geeignet, die verschreckten Anhänger der Biokost wieder ein bisschen zu versöhnen.

Das Ergebnis: Zwar liegen die Erträge beim biologischen um durchschnittlich 20 Prozent niedriger als beim konventionellen Anbau. Aber dafür wurden dem Boden zwischen 34 und 53 Prozent weniger Düngemittel und Energie zugeführt und auf Pflanzenschutzmittel fast ganz verzichtet. Außerdem ist der Boden fruchtbarer und bietet mehr Tierarten Unterschlupf. Üblicherweise werden in Europa beim organischen Landbau 60 bis 70 Prozent der konventionellen Erträge erreicht.

„Der organische Anbau nutzt die vorhandenen Ressourcen besser und erhöht die Vielfalt der Pflanzen und Tiere“, berichten Paul Mäder vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau in Frick und seine Mitarbeiter im Fachblatt „Science“ über ihren Versuch. Er sei „eine realistische Alternative zur herkömmlichen Landwirtschaft“.

Der Langzeitvergleich läuft seit 21 Jahren, angepflanzt werden die gleichen landwirtschaftlichen Nutzpflanzen Kartoffeln, Hafer, Winterweizen, Rüben und Klee. Aber während auf der einen Seite des Ackers konventionell gewirtschaftet wurde – mit Dünger und Pflanzenschutzmitteln –, wurde auf der anderen Seite auf Kunstdünger und verzichtet (biologischer und biologisch-dynamischer Landbau). Während beim Bio-Anbau etwa von Kartoffeln erhebliche Einbußen festzustellen waren (58 bis 66 Prozent des konventionell erzeugten Ertrags), wurden beim Weizen 90 Prozent erreicht.wez

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