Gesundheit : Ökosysteme werden auf Jahre empfindlich gestört

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Die Folgen der immer wieder vorkommenden Tankerunfälle sind verheerend – ökonomisch und ökologisch. Meistens ist das gesamte Ökosystem der betroffenen Region auf Jahre empfindlich gestört. Als im Juli 1979 die griechische „Atlantic Empress“ und der liberianische „Agean Captain“ etwa 40 Kilometer vor der Küste Venezuelas kollidieren, ereignet sich einer der schlimmsten Ölunfälle. Die „Atlantic Empress“ verliert die Rekordmenge von 287 000 Tonnen Öl . In Alaska kommt es 1989 zur bislang teuersten Ölkatastrophe der Welt: Der Unfall des Supertankers „Exxon Valdez“ kostet einschließlich Strafen und Schadenersatz 9,5 Milliarden Dollar . Bei der Umweltkatastrophe verenden mehr als eine halbe Million Vögel. Im November 2002 schlägt der Öltanker „Prestige“ vor der Küste Galiciens Leck. Dabei laufen knapp 40 000 Tonnen Öl aus. Insgesamt sind mehr als tausend Strände betroffen. Auch in Kriegsgebieten kommt es immer wieder zu Umweltkatastrophen. Jüngstes Beispiel ist der Libanon: Als Israel Mitte Juli ein Kraftwerk südlich von Beirut bombardiert, ergießen sich 15 000 Tonnen Heizöl an die libanesischen Strände und ins Meer. Experten schätzen, dass die Aufräumarbeiten des mittlerweile 150 Kilometer langen und 30 bis 40 Kilometer breiten Ölteppichs mindestens 100 Millionen Dollar kosten werden. Besonders gefährdet sind laut Umweltschützern die Brutgebiete der vom Aussterben bedrohten Grünen Meeresschildkröte. ert

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