Gesundheit : Ozon: Nicht schädlich für Lungenwachstum

Die Ozonbelastung der Atemluft führt bei Kindern zu keinen Langzeitschäden beim Lungenwachstum. Dies ergab eine Studie der Freiburger Uni-Kinderklinik. Die Ärzte untersuchten etwa 1100 Kinder ab dem achten Lebensjahr in unterschiedlich stark belasteten Gebieten Baden-Württembergs.

Der Studie zufolge steigert eine hohe Ozonkonzentration auch nicht die Empfindlichkeit der Kinder gegen Allergene wie Pollen oder Tierhaare. Die Mediziner empfehlen Eltern dennoch, Kinder mit Asthma an Tagen erhöhter Ozonbelastung nicht lange ins Freie zu lassen. Grund sind drohende Akut-Beschwerden wie Augen- und Atemwegreizungen.

Die im Mai 1998 veröffentlichen Zwischenergebnisse hatten noch auf eine Wachstumsverzögerung der Kinderlungen bei hohen sommerlichen Ozonkonzentrationen hingewiesen. Bei Kindern in überdurchschnittlich ozonbelasteten Regionen wuchs demnach die Lungenkapazität im Schnitt fünf Prozent weniger als bei Kindern in Gebieten mit niedrigerer Ozon-Konzentrationen. Im Verlauf der Studie stellten die Mediziner jedoch fest, dass der Rückstand wieder aufgeholt wurde. Worauf diese Entwicklung zurückzuführen ist, ist unbekannt.

Baden-Württembergs Umweltminister Ulrich Müller (CDU) sagte, es sei beruhigend, dass durch Ozon keine Langzeitschäden für Kinder zu befürchten seien. Dennoch gebe es bedenkliche Effekte. Das Land habe bereits vor zwei Jahren ein Programm zur langfristigen Verminderung des bodennahen Ozons erarbeitet. Die Bundesregierung habe diese Punkte im Mai 2000 in ihr "Sofortprogramm zur Verminderung der Ozonbelastung" übernommen.

Die Untersuchung umfasste Kinder aus Gebieten geringer Ozonkonzentration und aus Orten mit etwa 80 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft an Tagen intensiver Sonnenstrahlung.

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