Gesundheit : Ozonloch über dem Südpol: Aus eins mach zwei

Nasa-Forscher: Wetterverhältnisse haben einen Einfluss auf die Größe

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Das Ozonloch über dem Südpol ist in den letzten drei Jahren nicht nur kleiner geworden. Wie Forscher von der Nasa beobachtet haben, hat es sich außerdem in zwei Löcher aufgespalten. Allerdings lasse sich daraus kein dauerhafter Trend ableiten, wie die Wissenschaftler sagen. Hauptursache für die Veränderungen seien nämlich Wetterverhältnisse in der Stratosphäre, einer Luftschicht unserer Atmosphäre, die sich in etwa 20 bis 40 Kilometer Höhe befindet. In der Stratosphäre ist auch die Ozonschicht.

„Es sind zwar chlor- und bromhaltige Chemikalien, die das Ozonloch letztlich verursachen“, sagt Paul Newman, der leitende Ozonforscher der Nasa. „Aber die Temperatur spielt dabei auch eine entscheidende Rolle.“ In der Zeit, in der es am Südpol am kältesten ist, zwischen August und September, bilden sich über der Antarktis schmale Wolken. Chemische Reaktionen in den Wolken beschleunigen die zerstörerische Kraft der chlor- und bromhaltigen Stoffe. In dieser Zeit ist der Abbau des Ozons deshalb am größten. Erst ab Oktober, wenn die Temperaturen in der südlichen Hemisphäre steigen, schrumpft das Ozonloch wieder. Da in den letzten Jahren die Temperaturen relativ hoch waren, ist das Ozonloch kleiner geworden. Auf Grund dieses Temperatureffekts war das Ozonloch schon 1988 einmal so klein wie heute.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Auch 2001 war das Ozonloch über dem Südpol noch größer als die Fläche der USA, Kanada und Mexiko zusammen. Außerdem sind die chlor- und bromhaltigen Stoffe immer noch zahlreich vorhanden. bas

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