Gesundheit : Physiker untersuchen"Weltraumwetter": Gefahr für Elektronik und Satelliten

Wenn der Computer im Büro oder zu Hause mal wieder nicht so arbeitet wie er soll, gibt es eine neue Ausrede: Das Weltraumwetter ist schuld. In der Tat wirkt sich hochenergetische Strahlung von der Sonne bis zum Erdboden hin aus und kann, wie der Greifswalder Physiker Frank Jansen erläuterte, durchaus Speicherinhalte von Computern verändern.

Wissenschaftler in aller Welt sind seit einigen Jahren dabei, zunehmend intensiv die Phänomene des Weltraumwetters, seiner Auswirkungen auf den Menschen sowie die Möglichkeiten der Voraussage zu erforschen. Unter Weltraumwetter verstehen sie das komplizierte Zusammenwirken von galaktischer Strahlung aus den Tiefen des Kosmos, des so genannten Sonnenwindes, einem unterschiedlich starken und unterschiedlich schnellen Strom von Ionen und Elektronen, sowie der solaren Flares, gewaltiger Energieausbrüche auf der Sonne, die vor allem um das Sonnenfleckenmaximum mitunter mehrmals am Tage auftreten. Gegenwärtig steht die Sonne kurz vor oder schon im Maximum des elfjährigen Zyklus.

Sonnenwind, Erdmagnetfeld und Flares spielen in einer Art zusammen, die durchaus mit dem irdischen Wetter vergleichbar sind. Auf der Erde sind die Auswirkungen vielfältig und werden mit zunehmender Abhängigkeit von hoch entwickelter Elektronik auch immer bedeutsamer. Zudem können elektromagnetische Verwirbelungen in der Ionosphäre die Elektronik von Satelliten beeinflussen oder diese gar aus ihren Umlaufbahnen stürzen, sowie GPS-Satellitennavigationssysteme stören, was für den Luftverkehr gefährlich wird.

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