Gesundheit : PIK: Klimaforscher auf dem Telegrafenberg

Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hat am Donnerstag im zehnten Jahr des Bestehens sein neues Hauptgebäude offiziell in Besitz genommen. Dafür war das Astrophysikalische Observatorium von 1876 mit seinen drei charakteristischen Kuppeln restauriert, erweitert und mit einem Großrechner ausgestattet worden. Damit erhält auch das historische Bauensemble der Geowissenschaften auf dem Telegrafenberg sein Herzstück zurück, wie PIK-Direktor Hans-Joachim Schellnhuber vor Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft sagte.

An dem Festakt auf dem Telegrafenberg nahmen EU-Kommissarin Michaele Schreyer und der Chemie-Nobelpreisträger von 1995, Paul Crutzen, teil. Die Gesamtkosten von insgesamt 18 Millionen Mark trug zur Hälfte die Europäische Union, den Rest vor allem der Bund und das Land. Das Gebäude des Observatoriums, ein Klinkerbau im Schinkelschen Stil, besticht durch Details wie Sternenfriese aus glasierten Kacheln und Sandsteinkapitelle.

Die Eröffnung wurde im Rahmen der ersten "Nachhaltigkeitstage" am PIK gefeiert. So wie Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU), wiesen mehrere Redner darauf hin, dass das PIK die deutsche Klimaforschung zu internationaler Bedeutung gebracht habe.

EU-Kommissarin Schreyer sagte, dass die USA nach den Terroranschlägen ihre ablehnende Haltung zum Klimaschutz überdenken sollten. Nicht nur in der Frage des weltweiten Terrorismus, auch beim Klimawandel sei die Lage so brisant, dass gemeinsames und schnelles Handeln nötig sei. Der Klimawandel, über den im PIK geforscht wird, sei aus Sicht der EU ein Schwerpunktthema. Für künftige Entscheidungen müsse man mehr über das Klima wissen.

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