Gesundheit : Pisa-Vergleiche: SPD-Länder skeptisch

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Die SPDLänder in der Kultusministerkonferenz (KMK) haben weiterhin Bedenken gegen einen bundesweiten Vergleich der Pisa-Ergebnisse über die Gymnasien hinaus. Die unionsregierten Länder dagegen wollen jetzt auch die Haupt-, Real- und Gesamtschulen vergleichen lassen. Angestoßen hatte die Diskussion Ende August der Kieler Bildungsforscher Manfred Prenzel, Leiter des deutschen Pisa-Konsortiums. Prenzel will alle Schularten gegenüberstellen, um den Ländern „mehr Gefühl“ für deren Qualität zu geben. Ein Vertrag zwischen KMK und Pisa-Forschern regelt allerdings, dass „explizite Leistungsvergleiche“ nur von der Amtschefskommission „Qualitätssicherung“ beschlossen werden können.

Bisher galt eine Länder-Absprache, nach der nur die bundesweiten Vergleichswerte der Gymnasien veröffentlicht werden. Die anderen Schularten seien von Land zu Land zu unterschiedlich: Einige haben gar keine Hauptschulen mehr, in anderen sind sie zu leistungsschwachen „Restschulen“ geworden. „Wir sind für ein Höchstmaß an Transparenz“, sagte gestern ein Sprecher der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD), „aber die Vergleiche müssen wissenschaftlich belastbar sein.“ Ahnen beruft sich auf unterschiedliche Auffassungen auch unter den Pisa-Forschern – und die wolle man am 15. September in Berlin in der Amtschefskommission diskutieren. -ry

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