Gesundheit : Porträtiert: Der Mond

tdp

Der Mond hat seine besten Zeiten hinter sich. Als es nachts noch keine Straßenlaternen gab, schauten die Menschen noch öfter zu ihm hinauf - und der Mann im Mond zu ihnen hinab. An ihn will heute jedoch keiner mehr so recht glauben, weiß man doch inzwischen, dass das, was von der Erde aus gesehen als Gesicht des Mondes erscheint, in Wirklichkeit ausgekühlte Lava-Seen und tiefe Einschlagkrater auf seiner Oberfläche sind: Relikte eines Bombardements aus jener Zeit, als noch unzählige Gesteinsbrocken durch unser Sonnensystem flogen.

Dass der Mond keine glatte Kugel ist, sondern dass es dort gewaltige Gebirge und tiefe Täler gibt, wird man an einem außergewöhnlichen Lichtspiel zu Beginn der Sonnenfinsternis am kommenden Mittwoch erkennen können: dem Perlschnurphänomen. Gebirgszüge wie die 4000 Meter hohen Mond-"Alpen" oder der 7000 Meter hohe "Kaukasus" fransen die dunkle Mondscheibe am Rand aus. Wenn sich der zackige Mond dann vor die Sonne schiebt, blitzen zuletzt nur noch einige Sonnenstrahlen durch die Täler hindurch auf. Um den Mond herum reihen sich die Lichtpunkte zu einer glänzenden Perlenkette aneinander.

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