• Professoren sollen sich bei der Auswahl der Studenten engagieren Zehetmair: Forderung nach Abschaffung der ZVS reicht nicht

Gesundheit : Professoren sollen sich bei der Auswahl der Studenten engagieren Zehetmair: Forderung nach Abschaffung der ZVS reicht nicht

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Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) hat von den Professoren mehr persönliches Engagement bei der Auswahl der Studenten verlangt. Es reiche nicht, wenn die Hochschulen ständig nur pauschal die Abschaffung der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) forderten, sagte Zehetmair am 20. Mai. „Wenn sie wollen, dass die „richtigen“ Studenten auch zu den „richtigen“ Professoren kommen, dann müssen sie das Selbstauswahl-Verfahren auch ernst nehmen“, sagte Zehetmair, der Sprecher der unionsgeführten Länder in der Kultusministerkonferenz (KMK) ist.

An den Hochschulen in Bayern werde er jedenfalls kein Auswahlwahlverfahren akzeptieren, „bei dem wissenschaftliche Hilfskräfte die Auswahlgespräche durchführen oder Tests abnehmen“, sagte der Wissenschaftsminister weiter. Zehetmair: „Da müssen sich die Professoren schon selbst engagieren“. Auch sei die Ausweitung des Hochschulauswahlrechts nicht dazu gedacht, „Studienbewerber auszubremsen“. Es gehe nicht um zusätzliche Eingangssperren, „sondern um Profilierung für Studenten wie Hochschulen“. Die Hochschulen müssten zuvor die Jugendlichen über ihre fachspezifischen Anforderungen informieren und „durch Engagement demonstrieren, dass die bisherige unpersönliche Studienplatzvergabe der ZVS überflüssig ist“.

Bildungspolitisches Ziel der unionsgeführten Länder sei die völlige Abschaffung des bürokratischen zentralen Zuteilungssystems, so Zehetmair. Die Studenten sollten dies „als große Chance begreifen, mit der Hochschule ihrer Wahl direkt Kontrakt aufzunehmen“. Heute schon können die Hochschulen nach dem Hochschulrahmengesetz 20 Prozent ihrer Studenten in zulassungsbeschränkten Fächern nach eigenen Kriterien aufnehmen. Die Kultusminister der Länder möchten diese Quote auf knapp jeden vierten Studienplatz ausdehnen. In ihrem Beschluss hatten sie aber kritisiert, dass die Hochschulen von den schon bestehenden Möglichkeiten zu wenig Gebrauch machten. Die Union will im Fall eines Wahlsieges das zentrale Vergabeverfahren ganz abschaffen. dpa

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