Gesundheit : Rätselraten um Meyer

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Drei Tage vor der Vereidigung des neuen sächsischen Kabinetts ist offen, wer dort Wissenschaftsminister wird. Der amtierende Minister Hans Joachim Meyer (CDU) hat zwar nicht klar gesagt, dass er nicht wieder zur Verfügung steht. Die „Sächsische Zeitung“ berichtete jedoch, dass der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Mannsfeld als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge gilt. Nach Auskunft der Staatskanzlei wird es vor Donnerstag keine Entscheidung geben.

Hintergrund der Spekulationen ist, dass Meyer in der Vergangenheit scharfe Kritik am neuen Ministerpräsidenten Georg Milbradt (CDU) geübt hatte. Auch war seine Rede zur Einweihung der neuen Sächsischen Universitätsbibliothek in Dresden Mitte April von einigen als Abschied verstanden worden. Andererseits ist eines seiner Hauptvorhaben, die neue Hochschulplanung, noch nicht abgeschlossen. Meyer ist mit zwölf Amtsjahren einer der dienstältesten deutschen Wissenschaftsminister, 1990 war er der letzte Wissenschaftsminister der DDR. Beim Amtswechsel des Ministerpräsidenten war er jetzt – wie alle Minister – für die Kabinettsumbildung formal abberufen worden.

Als weitere Nachfolgekandidaten für das Wissenschaftsressort wurden in der Berichterstattung Sachsens Kultusminister Matthias Rößler und der Landtagsabgeordnete Uwe Grüning (CDU) genannt. Da aber derzeit eine Zusammenlegung von Kultus- und Wissenschaftsministerium nicht diskutiert wird, gilt Rößler als weniger aussichtsreich. Das neue Kabinett soll am Donnerstag vereidigt werden. rt

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