Gesundheit : Räuber durchwühlten schon vor 1000 Jahren das Grab

Archäologen haben in einer Baustelle im schweizerischen Rodersdorf (Kanton Solothurn) einen Friedhof aus dem 7. Jahrhundert entdeckt. In den bisher sechs frei gelegten Gräbern kam als wichtigster Fund eine seltene, reich verzierte Gürtelschnalle aus Bronze zu Tage, wie die Staatskanzlei Solothurn mitteilte.

Auslöser für den archäologischen Fund war eine Notiz in der Chronik des Klosters Mariastein, die im Gebiet der Baustelle auf Reste von altem Gemäuer, vielleicht einem ehemaligen Kloster hinwies. Kurz vor Weihnachten stießen die Bauarbeiter zunächst auf ein kurzes Schwert aus Eisen, eine typische Waffe aus dem Frühmittelalter - ein so genannter Skramasax.

In einer ersten Notgrabung entdeckten Archäologen bisher Spuren von sechs Gräbern, die durch die Bauarbeiten teilweise zerstört wurden.

Laut Mitteilung der Staatskanzlei Solothurn ist der wichtigste Fund eine seltene Gürtelschnalle. Sie ist mit einem für das Frühmittelalter typischen Muster aus stilisierten, ineinander verschlungenen Tierkörpern verziert, von Fachleuten "Tierstil" genannt. In einem anderen Grab lagen verstreut Teile einer Halskette; einige Perlen aus farbigem Glas und geschliffenem Bernstein. Die Archäologen vermuten, dass das Grab vor mehr als 1000 Jahren schon von Grabräubern durchwühlt worden ist, da der Schädel und Knochen nicht mehr an der richtigen Stelle lagen.

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