Gesundheit : Raubsaurier auf der ganzen Welt verbreitet

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Raubsaurier wie der Velociraptor haben einst sämtliche Erdteile unsicher gemacht. Das vermuten Forscher nach dem Fund eines bisher unbekannten Sauriers in Argentinien. Das zwei Meter lange Fossil tauften sie auf den Namen „Neuquenraptor argentinus“. „Wir haben erstmals Bein und Fußknochen mit der typischen sichelförmigen Kralle eindeutig identifiziert“, sagte der argentinische Paläontologe Fernando Novas.

Damit sei nachgewiesen, dass die Fleischfresser aus der Gruppe der Deinonychosaurier auch auf dem Urkontinent Gondwana lebten. Zu Gondwana gehörten das heutige Südamerika, Afrika, Australien, Indien und die Antarktis. Bisher gingen Wissenschaftler davon aus, dass die zwei bis drei Meter langen Reptilien nur auf dem Urkontinent Laurasia lebten, der aus Nordamerika, Europa und großen Teilen Asiens bestand.

Die Tiere waren leicht gebaut. Sie wogen dank hohler Knochen nur etwa 100 Kilogramm. Mit Hilfe ihrer schlanken Beine konnten sie vermutlich sehr schnell laufen und jagten wömöglich in Rudeln. An den kurzen Vordergliedmaßen saßen drei Gliederfinger mit langen stark gekrümmten Krallen. Vermutlich packte das Reptil seine Beute mit den Händen, während er mit scharfen Zähnen Fleischstücke aus dem Körper riss.

„Stellen Sie sich ein Raubtier auf zwei Beinen von der Größe eines Straußenvogels vor, mit dem sie in etwa auf Augenhöhe wären“, beschreibt Novas den Raubsaurier im Wissenschaftsjournal „Nature“ (Band 433, Seite 858). Die Gesteinsformation, in der die Reste des Neuquenraptors gefunden wurden, stamme aus der frühen Kreidezeit vor etwa 80 Millionen Jahren. dpa

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