Gesundheit : Rauchen senkt Chance aufs Baby-Glück

Michael Simm

Rauchen beeinflusst die Erfolgschancen bei der künstlichen Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation, IVF) – das fanden holländische Ärzte in einer Untersuchung an 8500 Patientinnen heraus. Raucherinnen, Übergewichtige und ältere Frauen hatten demnach die schlechtesten Aussichten, beim ersten Anlauf mit der Methode ein gesundes Baby zur Welt zu bringen. Für die Untersuchung hatten die Ärzte Behandlungsunterlagen der Jahre 1983 bis 1995 von zwölf niederländischen IVF-Zentren ausgewertet. Im Schnitt brachten nur jeweils 15 von 100 Frauen nach dem ersten Behandlungszyklus per IVF ein gesundes Kind zur Welt – eine Erfolgsquote, die dank neuerer Techniken in den vergangenen Jahren leicht gestiegen ist.

In der Regel wird die IVF erst angewandt, wenn andere Methoden der Unfruchtbarkeitsbehandlung wie die alleinige Förderung des Eisprungs mit Hormonen und Medikamenten erfolglos geblieben sind. Bei der IVF stimulieren Ärzte ebenfalls die Eierstöcke; anschließend entnehmen sie jedoch die freigesetzten Eizellen und befruchten diese im Labor mit den Spermien des Mannes. Schließlich werden die befruchteten Eier nach mehrmaliger Teilung in die Gebärmutter der Frau eingebracht.

In der holländischen Studie hatten die Ärzte als Ursache des unerfüllten Kinderwunsches verschiedene Gründe ermittelt. Der eindeutiger Trend: Rauchende Frauen gebaren etwa ein Viertel weniger gesunde Kinder als Nichtraucherinnen. Unter den Frauen, bei denen die IVF zu einer Schwangerschaft führte, erlitten zudem die Raucherinnen mit 21 Prozent häufiger eine Fehlgeburt als die Nichtraucherinnen mit 16 Prozent.

Damit hatten die Zigaretten den gleichen Effekt, als ob die Frauen um zehn Jahre gealtert wären. Auch Übergewicht schmälerte die Chancen aufs Baby-Glück drastisch.

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