Gesundheit : Raumfahrt: Welche Firma will ins Weltall?

Bei der Nutzung der internationalen Raumstation ISS steht nach Auffassung der Bundesregierung die Forschung im Vordergrund. Dabei werde auf Projekte gesetzt, die der Lösung ganz konkreter Probleme auf der Erde dienen und die für neue Produkte und Anwendungen gebraucht werden können, sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) am Dienstag auf einem internationalen Kongress zum Thema kommerzielle Nutzung der ISS in Berlin.

Aber auch außerhalb des Forschungssektors - in den Medien, der Unterhaltungsindustrie, der Kunst und im Marketingbereich - gebe es viele Interessenten, die die ISS nutzen wollen, betonte die Ministerin nach ihrem vorab veröffentlichten Redetext. Hier entstünden vielversprechende Entwicklungs- und Marktpotenziale. "Ich bin deshalb der Meinung, dass wir die nichtforschende kommerzielle Nutzung der ISS ermöglichen sollten, wenn dadurch die Arbeit der Wissenschaftler nicht behindert wird."

Auf dem dreitägigen Kongress werden kommerzielle Nutzer für die ISS gesucht. Als Schritt zu der erhofften breiten Akzeptanz in der Wirtschaft wird in Berlin erstmals das gesamte industrielle Verwendungsspektrum der Station vorgestellt.

Insgesamt 15 Nationen sind an Bau, Betrieb und Nutzung der ISS beteiligt. Deutschland trägt mit 41 Prozent den Löwenanteil am europäischen Raumstationsprogramm. 2,4 Milliarden Mark fließen in das europäische Labormodul Columbus, das unter deutscher Systemführung entsteht und 2004 zur ISS gebracht werden soll. Obwohl die Station noch eine Baustelle ist, hat an Bord bereits die Forschungsarbeit begonnen. Die Raumstation soll zehn bis 15 Jahre für die Grundlagenforschung, angewandte Forschung und industriell-kommerzielle Nutzung zur Verfügung stehen.

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