Gesundheit : Regeln im Elitewettbewerb ändern? Berliner Universitäten sind uneins

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Der Vorschlag von FU-Präsident Dieter Lenzen, die Regeln im Elitewettbewerb zugunsten einer besseren Kooperation von Unis zu ändern, ist in Berlin auf ein geteiltes Echo gestoßen. Wenn Hochschulen „zu gleichen Teilen“ an Forschungsclustern und Graduiertenschulen beteiligt seien, müssten die Vorhaben für alle beteiligten Unis zählen, sagte Kurt Kutzler, Präsident der TU Berlin. „Lenzen rennt da bei mir offene Türen ein.“ HU-Präsident Christoph Markschies dagegen widersprach: Die Berliner Unis sollten „nicht auf Rabatte in der Exzellenzinitiative hoffen.“ Man sollte allein auf die Kooperation der Wissenschaftler setzen.

Bisher darf nur die Hochschule ein Forschungscluster und eine Graduiertenschule im Wettbewerb für sich verbuchen, die den Antrag als Sprecheruni eingereicht hat. Das ist für den Kampf um den Elitestatus entscheidend, da diesen nur die Unis gewinnen können, die auch in den beiden anderen Wettbewerbslinien siegreich sind. Lenzen hat gefordert, dass ein gemeinsamer Cluster oder eine Graduiertenschule für alle beteiligten Unis zählen solle. Die alte Regelung habe unter anderem dazu geführt, dass Berlins Unis bisher nicht gut genug kooperiert hätten.

„Mangelnde Kooperation ist kein Problem der TU“, sagte Kutzler. Die TU habe bei allen ihren Vorhaben mit FU und HU zusammengearbeitet. Eine geteilte Sprecherrolle könne er sich allerdings nicht vorstellen, falls eine Uni nur „zu kleinen Teilen“ an einem Vorhaben beteiligt sei. tiw

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