Gesundheit : Regieren in der globalisierten Welt

-

Was passiert, wenn in SaudiArabien das Königshaus zusammenbricht? „Wahrscheinlich bekommen wir eine Weltkrise“, sagt der Politologe Thomas Risse. In dem Staat würden viele Akteure aufeinanderprallen: Ein zerfallender Staat, der ein politisches Vakuum hinterlässt. Islamistische Gruppen, die die Macht beanspruchen. Weltkonzerne, die Interesse am Öl geltend machen. Die USA als Weltmacht, die auf Einfluss pocht. Von der UN, Nachbarstaaten und Nicht-Regierungs-Organisationen ganz zu schweigen.

Wie das Regieren in Zeiten der Globalisierung aussehen kann, wenn der Staat nur ein Akteur unter vielen ist, will das Team „Global Governance“ um Risse untersuchen. Die FU–Politologen bauen auf die Unterstützung des Osteuropa- und Lateinamerika-Instituts und des Zentrums Moderner Orient. Auch die wenig untersuchte globale Verantwortung von Unternehmen soll als Thema aufgegriffen werden. Partner sind das Wissenschaftszentrum, die Stiftung Wissenschaft und Politik – und die Uni Bremen, die bundesweit als führend in der Erforschung des Wandels von Staatlichkeit gilt. Wenn das Regieren in der Hauptstadt erforscht wird, sollte die Politik davon profitieren, sagt Risse. Deswegen werde man mit dem Auswärtigen Amt kooperieren. tiw

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben