Gesundheit : Rekord bei Studienanfängern

Nach Jahren rückläufiger Studienanfängerzahlen haben die Hochschulen erstmals wieder einen Rekordansturm erlebt. Mit 342 000 Neueinschreibungen zum Wintersemester 2001 / 2002 verzeichneten Universitäten und Fachhochschulen einen Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies sind nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vom Mittwoch die meisten bisher verzeichneten Neueinschreibungen.

Die Zahl der Studierenden in Deutschland hat jetzt mit insgesamt 1 864 000 fast wieder den Höchststand von 1994 / 95 erreicht. Damals wurden 1 872 000 gezählt, teilte das Statische Bundesamt mit. HRK-Präsident Klaus Landfried kritisierte mit Blick auf den neuen Anfängerboom den "Skandal-Beschluss" der Finanzminister, die Investitionen in die Hochschulen wegen angeblich rückläufiger Studentenzahlen zurückzufahren, werde "ad absurdum geführt". An den Universitäten gibt es jetzt 1 345 000 Studierende (72 Prozent), an den Fach- oder Verwaltungsfachhochschulen 487 000 (26 Prozent). Hinzu kommen 32 000 Studierende an Kunsthochschulen (2 Prozent). Unter den Studierenden sind 46,5 Prozent junge Frauen, 0,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Im "Problemfach" Informatik, wo immer noch händeringend Absolventen gesucht werden, hat sich der seit Mitte der 90er beobachtete Studentenzulauf erstmals wieder leicht abgeschwächt. Mit 25 400 Anfängern verzeichnet das Fach in diesem Jahr 5 Prozent weniger Zulauf als im Vorjahr. Das Fach Maschinenbau zählt dagegen mit 15 300 Anfängern einen Zuwachs von 7 Prozent. In Elektrotechnik stieg die Anfängerzahl mit 12 500 um rund 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Bauingenieurwesen nahm dagegen die Anfängerzahl mit 6500 erneut deutlich ab, und zwar um 19 Prozent.

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