Gesundheit : Riffe aus Methan fressenden Bakterien

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   Deutsche Forscher haben im Schwarzen Meer bis zu vier Meter hohe Riffe aus Methan fressenden Bakterien entdeckt. Überraschend ist dabei, dass die Bakterienkolonien in sauerstoffarmem Wasser wuchern. Diese Riffe seien der erste lebende Beweis, dass organische Materie im Laufe der Erdgeschichte auch ohne Sauerstoff und pflanzliche Biomasse entstanden sei und sich abgelagert habe, teilte die Max-Planck-Gesellschaft mit.

„Die im Schwarzen Meer entdeckten mikrobiellen Riffe deuten an, wie große Teile des Ur-Ozeans ausgesehen haben könnten, als Sauerstoff nur ein Spurenelement in der Atmosphäre war“, sagt Walter Michaelis von der Uni Hamburg. Nach Ansicht von Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut in Bremen könnten die jetzt entdeckten Mikroorganismen das fehlende Glied in der Kette eines frühen Methankreislaufs sein: „Vielleicht waren die Ureinwohner der Erde während einer langen Periode der Erdgeschichte solche Mikroorganismen, wie wir sie im Schwarzen Meer gefunden haben: eine Symbiose von Zellen, die ohne Sauerstoff mit Methan als Nährstoff wachsen können.“dpa

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