Gesundheit : Ringanker, Stahlfedern, Gummischichten

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Erdbebenspezialisten wie Gottfried Grünthal vom Potsdamer Geo-Forschungs-Zentrum wissen, dass die Gefährdung eines bestimmten Ortes nicht nur von der Stärke eines Bebens, sondern auch vom Untergrund abhängt. Mexico City etwa ist auf einem aufgeschütteten See gebaut. Der lockere Untergrund schwingt heftig und richtet starke Schäden an.

Auch einzelne Gebäude lassen sich schützen: Ringanker um ein Haus können verhindern, dass die Wände einstürzen. Auf Hochhäusern kann eine große Masse befestigt werden, die computergesteuert in die entgegengesetzte Richtung wie das Erdbeben schwingt und so Erschütterungen ausgleicht.

Riesige Spezial- Stahlfedern oder eine sehr harte Mischung aus Gummi- und Metallschichten unter Hochhäusern federn die Schwingungen eines Bebens ab. Die Segmente von Brücken liegen auf großen Rollen, so sie bei Beben nicht gleich in die Bestandteile zerlegt werden. Für Neubauten gilt: Je einfacher der Entwurf, umso stabiler das Haus. Grünthal nennt als Problem große Hallen in den untersten Etagen. Bei einem Beben krachen diese Hohlräume oft ineinander und begraben Menschen unter den Trümmern. Die vielen Mauern kleinerer Räume in den darüberliegenden Stockwerken versteifen die Etagen. Oft bleiben sie bei einem Beben weitgehend intakt, sacken dann aber in den Hohlraum ab, der sich durch die unter ihnen eingestürzten Etagen auftut. RHK

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