Gesundheit : Rote Riesensterne lassen die Hüllen fallen

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Regelmäßig steigen Flugzeuge der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa in 20 Kilometer Höhe auf, um Staub einzusammeln. Diesmal haben die Flugzeuge sechs besondere Krümelchen zur Erde zurückgebracht. In den Staubteilchen waren Silikatkörnchen versteckt, die nicht aus unserem Sonnensystem stammen, sondern von weither hierher gelangt sind. Die Mineralien sind von fremden Sternen zu uns gekommen.

Scott Messenger und seine Kollegen von Washington University in Saint Louis haben die sechs Krümelchen aus mehr als 1000 anderen herausgefischt. Die Silikatpartikel fielen durch ihre ungewöhnliche Zusammensetzung auf: Das Vorkommen der verschiedenen atomaren Spielarten des Sauerstoffs (Isotope) in dem Staub unterschied die Mineralien von allen Stoffen unseres Sonnensystems.

Die harten Silikatkörnchen sind weniger als ein tausendstel Millimeter groß. Ihre Herkunft glauben die Wissenschaftler in einigen Fällen bereits entschlüsselt zu haben. So haben sich drei Körnchen wohl in den äußeren Hüllen von Roten Riesensternen gebildet, die zu den Hauptstaubproduzenten im All gehören. Die sechs fremden Staubkörner sind allerdings nicht erst kürzlich ins Sonnensystem eingedrungen, sondern waren vermutlich lange in größeren Himmelskörpern eingeschlossen: in Kometen, die inzwischen auseinander gebrochen sind. tdp

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