Gesundheit : Schaltstellen der Erinnerung

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Wie funktioniert das Gedächtnis? Sobald wir etwas lernen, ändern bestimmte Nervenzellen ihre Gestalt. Dies passiert an der Kontaktstelle, an der sich zwei Nervenzellen treffen – der Synapse .

Als Faustregel gilt: Sobald wir etwas Neues lernen, beispielsweise eine Vokabel, verbessert sich der Kontakt zwischen den Neuronen. Die Synapse wird zum Beispiel größer und kann so die Erregung der Nervenzelle besser an die nächste Nervenzelle weiterleiten. Vergessen wir etwas, verschlechtert sich der Kontakt zwischen den Nervenzellen. Die Synapse schrumpft wieder. Das kann so weit gehen, dass das Signal der Nervenzelle gar nicht mehr an die nächste weitergeleitet wird. Pillen gegen oder für das Vergessen greifen in diese chemischen Prozesse ein und beeinflussen so das Gedächtnis. Wichtig für das Langzeitgedächtnis ist eine Hirnstruktur namens Hippocampus . Sie liegt im Schläfenlappen. Ist dieses Areal beschädigt, wie es bei einigen Patienten der Fall ist, kann man sich zwar noch an alte Gedächtnisinhalte erinnern. Man kann aber keine neuen Erinnerungen mehr speichern. Der Hippocampus ist offenbar für dauerhafte Strukturveränderungen der Synapsen entscheidend. bas

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