Gesundheit : Schavan will aktiven Bund in der Bildung

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Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat sich für eine aktive Rolle des Bundes in der Bildungs- und Forschungspolitik ausgesprochen. Dafür will sie die nach der geplanten Föderalismusreform bestehenden Möglichkeiten sowie einen Dialog mit den Ländern nutzen. Sie werde sich „schon in dieser Woche in der Kultusministerkonferenz (KMK) darum bemühen, dass wir ein neues Kapitel aufschlagen und einen Dialog über die wichtigen Strategien in den nächsten Jahren aufnehmen“, sagte Schavan der dpa.

Als konkretes Ziel nannte sie eine „gemeinsame Strategie von Bund und Ländern“ zur Bewältigung des Studierenden-Andrangs an den Hochschulen bis zum Jahr 2015. Dabei gehe es darum, „wirklich in allen 16 Ländern – also auch in den finanzschwachen Ländern“ die notwendige Kapazität zur Verfügung zu stellen. „Diejenigen, die studieren wollen, müssen die Möglichkeit zum Studium bekommen.“

Die Ministerin sprach sich für einen Wettbewerbsföderalismus aus. Sie hält es aber für notwendig, dass der Bund übergreifend Impulse gibt. „Wir haben bei der Pisa-Studie gesehen, dass der Wettbewerbsföderalismus das System nach vorne bringt“, sagte Schavan. Darüber hinaus müsse man sich aber darüber verständigen, „welche Impulse seitens des Bundes ergänzend zu den bereits eingeleiteten Maßnahmen der Länder sinnvoll sind“. Schavan nannte die Migrationsförderung, die Begabtenförderung und die frühkindliche Bildung. dpa

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