Gesundheit : Schlupfloch West-Berlin

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Etwa drei Millionen Menschen verließen vor 1961 die DDR in Richtung

Westen, unter ihnen überdurchschnittlich viele Selbstständige und

Akademiker. Nachdem die DDR seit 1952 die Grenzen zur Bundesrepublik mit Zäunen und Wachposten sicherte und eine fünf Kilometer breite Sperrzone einrichtete, blieb den meisten nur der Weg über West-Berlin . Andere blieben nach privaten oder beruflichen Aufenthalten unerlaubt in der Bundesrepublik. Allein in den ersten beiden Augustwochen 1961, unmittelbar vor dem Bau der Mauer, flohen noch einmal rund 47 000 DDR-Bürger. Alle Flüchtlinge durchliefen zunächst das Notaufnahmeverfahren, in dem eine Vorentscheidung über die Höhe der staatlichen Hilfsleistungen unter anderem für politisch Verfolgte getroffen wurde. Die Lastenausgleichsregelung, nach der aus dem Osten Vertriebene für verlorenen Besitz in der Bundesrepublik entschädigt wurden, galt für DDR-Flüchtlinge erst nach dem Mauerbau. kim

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