Gesundheit : Schokolade gegen Alzheimer

Kupferreiche Nahrung könnte das Risiko senken

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Kupfermangel könnte zur Alzheimer Krankheit beitragen. Das legt eine Studie des Biochemikers Gerd Multhaup von der Freien Universität Berlin nahe. Zusammen mit seinem Kollegen Thomas Bayer von der Universität des Saarlandes in Saarbrücken prüfte Multhaup 32 Patienten, die unter leichter Demenz litten. Mit Tests gingen die Forscher der geistigen Leistungsfähigkeit der an Alzheimer Erkrankten auf den Grund. Zugleich maßen sie den Kupfergehalt im Blut. Es zeigte sich: Je weniger Kupfer die Patienten im Blut hatten, desto schlechter schnitten sie bei den Tests ab. Die Studie erscheint in der September-Ausgabe des Fachmagazins „Journal of Alzheimer’s Disease“.

Kupfermangel im Körper scheint vermehrt zur Bildung einer schädlichen Substanz namens Amyloid zu führen. Bei Amyloid handelt es sich um besonders hartnäckigen Eiweißmüll, der sich an die Hirnzellen anlagert und sie zerstört – was zu den Symptomen der Alzheimer-Erkrankung führt, wie Orientierungslosigkeit, Verwirrung und Vergesslichkeit. Schließlich versinken die Patienten in eine tiefe Leere. Kupfer verändert den Vorläuferstoff des Amyloids (APP, Amyloid Precursor Protein) so, dass dieses weniger oft in den zerstörerischen Eiweißmüll verwandelt wird.

Kupfer kommt in zahlreichen Nahrungsmitteln vor, „insbesondere in Nüssen, Brokkoli und Schokolade“, sagt der Biochemiker Multhaup. So nehmen wir täglich etwa 1,5 Milligramm Kupfer zu uns. Der Befund, dass Kupfermangel zur Alzheimer-Krankheit beitragen könnte, bedeutet aber nicht, dass wir nun vorsorglich vermehrt Kupfer zu uns nehmen sollten, etwa in Form von Tabletten. „Damit wäre ich vorsichtig“, warnt Multhaup. Der Biochemiker und seine Kollegen untersuchen derzeit, ob Extra-Kupfer für Alzheimer-Erkrankte hilfreich ist. Allzu viel Kupfer geht aber auch mit Risiken und Nebenwirkungen einher. Bei der angeborenen Stoffwechselkrankheit Morbus Wilson etwa sammelt sich das aufgenommene Kupfer im Körper an und schädigt die Leber und das Gehirn. bas

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